Yoo Leute, was geht? Ich hoffe, es geht euch gut und ihr hattet bis jetzt eine schöne Woche. Letzte Woche konnte ich leider keinen neuen Blogbeitrag posten, weil ich mir die Zeit nehmen musste, um mich auf die jetzige Blogserie vorzubereiten, was sich auf jeden Fall gelohnt hat. In dieser Blogserie werden wir uns mit den 9 Eigenschaften der Frucht des Heiligen Geistes beschäftigen, welche wir im Neuen Testament im Galaterbrief finden:
„Die Frucht hingegen, die der Geist Gottes hervorbringt, besteht in Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Rücksichtnahme und Selbstbeherrschung[…]“ (Galater 5,22-23 NGÜ)
Doch bevor wir uns mit der ersten Eigenschaft, nämlich der Liebe, beschäftigen, möchte ich noch einmal spezifisch auf den Heiligen Geist eingehen, denn es heißt ja die Frucht des Heiligen Geistes. Doch wie empfängt man den Heiligen Geist überhaupt in erster Linie?
Im Epheserbrief schreibt Paulus, dass jeder, der das Evangelium gehört und im Glauben angenommen hat, durch Jesus Christus den Heiligen Geist empfängt, den Gott versprochen hat: „Auch ihr gehört jetzt zu Christus. Ihr habt die Botschaft der Wahrheit gehört, das Evangelium, das euch Rettung bringt. Und weil ihr diese Botschaft im Glauben angenommen habt, hat Gott euch – wie er es versprochen hat – durch Christus den Heiligen Geist gegeben.[…]“ (Epheser 1,13 NGÜ)
Doch es reicht nicht nur, wenn wir den Heiligen Geist von Gott empfangen. Du müssen ihm auch Platz und Raum in unserem Leben schaffen, damit er wirken und wirklich dein Herz verändern kann. In der Bibel werden wir deshalb gewarnt, dem Heiligen Geist keine Steine in den Weg zu legen und ihn bewusst zu ignorieren: „Legt dem Wirken des Heiligen Geistes nichts in den Weg!“ (1.Thessalonicher 5,19 NGÜ) „Achtet darauf, den Heiligen Geist nicht durch euer Verhalten zu betrüben.[…]“ (Epheser 4,30 NLB)
Gut. Nachdem wir jetzt wissen, was es mit dem Heiligen Geist auf sich hat, lasst uns die erste Eigenschaft der Frucht des Heiligen Geistes anschauen: Liebe. Heutzutage hat jeder Mensch eine ganz andere Vorstellung und Definition von Liebe. Für die einen ist es eine romantische Beziehung, eine sexuelle Intimität mit einer anderen Person, die Liebe zur Familie und Freunden, die Liebe zum Essen oder doch nur ein Gefühl. Doch lass mich es dir schon mal jetzt sagen: wahre Liebe ist noch viel mehr als das.
In der Bibel finden wir drei Formen der Liebe, die wir im Griechischen finden, da es im Griechischen drei Wörter für die Liebe gibt und wir im Deutschen nur das Wort Liebe haben. Die drei Formen der Liebe in der Bibel sind auf Griechisch: Eros (altgriechisch ἔρως), Philia (altgriechisch φιλία) und Agape (altgriechisch ἀγάπη). Eros beschreibt die romantische Liebe, die eine leidenschaftliche Liebe ist, die durch Verlangen und Anziehung gekennzeichnet ist. Es ist die Liebe, die viele Menschen ihr Leben lang suchen, ohne müde zu werden, bis sie die richtige Person gefunden haben. Philia beschreibt die seelische oder auch freundschaftliche Liebe. Es ist die Liebe, die wir für Freunde, Klassenkameraden, Arbeitskollegen oder sogar Haustiere empfinden. Es ist die Art von Liebe, die uns dazu motiviert, Zeit mit jemandem zu verbringen, weil wir die Gesellschaft mit der anderen Person mögen. Zur Philia-Liebe gehört auch die familiäre Liebe, die wir zum Beispiel für unsere Eltern, Geschwister und auch Großeltern empfinden. Und zu guter Letzt kommt Agape, die göttliche Liebe. Eine Liebe, die man ehrlich gesagt nicht so wirklich erklären kann. Manche würden auch sagen, dass es die Liebe ist, die gar keinen Sinn ergibt.
Der beste und wahrscheinlich bekannteste Vers in der Bibel, der die Agape-Liebe beschreibt, finden wir im Johannesevangelium:
„Denn Gott hat der Welt seine Liebe dadurch gezeigt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab, damit jeder, der an ihn glaubt, das ewige Leben hat und nicht verloren geht.“ (Johannes 3,16 NGÜ)
Agape ist die Liebe, die vollkommen, opferbereit und selbstlos ist. Diese Liebe ist bedingungslos, sucht das Beste für andere Menschen, egal ob sie gut oder böse, nett oder gemein oder reich oder arm sind. Gottes Liebe ist nicht nur eine Charaktereigenschaft von Gott, sondern die Kraft, mit der er die Welt, uns Menschen und alles Andere geschaffen hat. Und das Leben Jesu ist wirklich der perfekte und beste Ausdruck von Gottes Liebe. Jesus kam nicht, um bedient zu werden, sondern um zu dienen. Er ist für die Menschen da, die von der Gesellschaft verstoßen worden sind. Er heilt die Kranken, gibt den Hungrigen Essen und vergibt den Menschen, die gesündigt haben. Und als ob das schon nicht genug wäre, gibt er am Ende sein eigenes Leben für die Sünden, die er niemals begangen hat. Er starb an unserer Stelle für die Sünden, die wir in der Vergangenheit begangen haben, jetzt begehen und in der Zukunft begehen werden. Und das Beeindruckende an dieser Liebe ist, dass, auch wenn Gott keine Liebe von uns Menschen bekommt, seine Liebe für uns trotzdem bestehen bleibt. Jesus liebt jede einzelne Person mit einer unsterblichen Liebe, doch leider erkennen es viele Menschen nicht.
Doch wie können wir am besten diese Liebe praktisch im Alltag zeigen und teilen? Jesus gibt uns zwei Gebote der Liebe: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe, mit deinem ganzen Verstand und mit aller deiner Kraft!‹ An zweiter Stelle steht das Gebot: ›Liebe deine Mitmenschen wie dich selbst!‹ Kein Gebot ist wichtiger als diese beiden.“ (Markus 12,30-31 NGÜ)
Gott zu lieben bedeutet, ihm sein ganzes Leben anzuvertrauen, wirklich jeden Lebensbereich, den man hat, wie die Schule oder Arbeit, Beziehungen und auch die eigene Zukunft. Es bedeutet, Gott noch besser kennenlernen zu wollen, indem man sein Wort liest, betet und auch anderen Menschen von Gott erzählt. Es bedeutet, wirklich dein Leben komplett nach ihm auszurichten, nach seinem Willen!
Und wie lieben wir unsere Mitmenschen, so wie wir uns selber lieben? Hier ist die Selbstliebe ein essenzieller Punkt. Selbstliebe wird heutzutage nämlich eher negativ als positiv angesehen. Was Jesus hier mit Selbstliebe meint, ist nicht egoistisch zu sein oder sich selber so gut zureden, obwohl es nicht stimmt, sondern sich selber so zu akzeptieren, wie Gott dich geschaffen hat. Es zu akzeptieren, dass Jesus dich so sehr liebt, dass, wenn du auch nur die einzige Person auf der Erde wärst, er trotzdem für dich sterben würde. Es zu akzeptieren, dass du ein Mensch bist, der Fehler macht und nicht perfekt ist. Es zu akzeptieren, dass du einen besonderen Wert hast und nicht ohne Grund lebst. Und erst wenn wir diese Liebe von Gott akzeptieren und uns selber lieben, können wir in der Lage sein, unsere Mitmenschen zu lieben, denn Gott ist die Quelle der Liebe.
Mitmenschen zu lieben kann bei manchen einfacher als bei anderen sein. Mitmenschen zu lieben bedeutet, ihr Wohl und Bedürfnisse über die eigenen Bedürfnisse zu stellen. Es bedeutet, ihnen zu helfen und eben mit dieser von Gott geschenkten Liebe zu begegnen. Ja, zu den Menschen, die uns nicht mögen oder gar hassen: „Aber euch, die ihr mir zuhört, sage ich: Liebt eure Feinde; tut denen Gutes, die euch hassen“ (Lukas 6,27 NGÜ). Und wenn du dir denkst: „Ja, die Person verdient es aber nicht, geliebt zu werden“, dann erinnere dich daran, dass du selbst eigentlich auch nicht verdient hättest, von Gott geliebt zu werden. So wie Gott jede einzelne Person auf der Erde liebt, so sollte es auch unser Ziel sein, jeder einzelnen Person mit Liebe zu begegnen.
Ich hoffe, dass ich euch damit ein etwas klareres Bild von der Liebe geben konnte. Wenn ich jetzt noch weiter schreiben würde, wäre es ziemlich viel, weil Liebe einfach ein so großes Thema ist. Was ich dir noch sagen möchte, ist: Ich weiß nicht, was du unter Liebe verstehst oder wie du dich fühlst, wenn du dieses Wort hörst. Wahre Liebe wirst du nirgendwo auf dieser Welt finden. Die weltliche Liebe kann dich vielleicht für eine kurze Zeitspanne glücklich machen, doch du wirst selber merken, dass du dich nach einer noch größeren Liebe sehnst. Diese Liebe kann dir nur Jesus geben. Ich weiß nicht, ob du schon an Jesus glaubst oder nicht, aber wenn nicht, dann gib ihm eine Chance. Er wird dein Leben verändern, so wie er es bei mir und bei so vielen anderen Menschen bereits getan hat!


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