Die zweite Eigenschaft der Frucht des Heiligen Geistes: Freude

Yoo Leute!! Ich hoffe es geht euch gut und ihr hattet bis jetzt eine Top Woche. Wir sind jetzt in Woche 2 der Blogserie in der wir uns mit der Frucht des Heiligen Geistes beschäftigen die wir im neuen Testament im Galaterbrief finden:

„Die Frucht hingegen, die der Geist Gottes hervorbringt, besteht in Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Rücksichtnahme und Selbstbeherrschung[…]“ (Galater 5,22-23 NGÜ)

Heute werden wir uns mit der zweiten Eigenschaft der Frucht des Heiligen Geistes beschäftigen, nämlich der Freude. Bei der Freude würde man jetzt denken: „Hä, Freude ist doch voll logisch, was soll man da groß erzählen oder erklären?“ Freude würde man in der heutigen Zeit etwa so definieren: Freude hat man an den Situationen oder Menschen, die man mag und wo alles einfach perfekt läuft und man sich um nichts sorgen muss. Auf den ersten Blick ist das eine ganz gute und valide Definition. Doch genauso wie ich es euch bei der Liebe gesagt habe: Es ist noch viel mehr als ein Gefühl oder ein Umstand.

Wenn wir in der Bibel nach Freude schauen, finden wir vorallem in den Psalmen viele Gedichte und Lieder:

„Doch ich will auf deine Güte vertrauen, von ganzem Herzen will ich jubeln über deine Rettung! Mit meinem Lied will ich dem HERRN danken, weil er mir Gutes erwiesen hat.“ (Psalm 13,6 NGÜ)

„Singt und musiziert für den HERRN, alle, die ihr ihm die Treue haltet! Preist ihn, den ihr als den heiligen Gott kennt.“ (Psalm 30,5 NGÜ)

Die Freude ist in der Bibel eine Grundstimmung, ob ihr es mir glaubt oder nicht. Wir können in den Büchern von Mose sogar die Anweisung lesen das wir uns freuen und Freude haben sollen, da es ein Teil der jährlichen Feste im Kalender der Israeliten war:

„Am ersten Tag sollt ihr schöne Früchte von euren Bäumen sammeln und Palmwedel, Zweige von Laubbäumen sowie Weidenruten zusammentragen. Feiert dann sieben Tage lang fröhlich vor dem HERRN, eurem Gott.“ (3.Mose 23,40 NLB)

Man kann also sagen, dass die Freude ein wichtiger Bestandteil eines Christen sein sollte. Denn in einer Welt, wo Krieg und Unfrieden herrschen, finden wir leider keine wahre Freude beziehungsweise eine Freude, die nur für eine bestimmte Zeit oder einen Moment anhält. Doch wenn wir mal ehrlich sind: Es gibt viele Situationen, in denen es sehr schwer ist, Freude zu verspüren oder zu verbreiten. Ich zum Beispiel habe viele Momente, in denen es mir nicht gut geht, ich traurig und auch verzweifelt bin. Ich würde mich selber als Beispiel benutzen, dass ich als Christ nicht immer fröhlich bin, obwohl ich es doch sein sollte. Doch soll ich mir jetzt eine Maske aufsetzen und so tun: „Ich bin fröhlich, egal in welcher Situation ich bin?“ Ganz klar: Nein. Wenn wir uns die Psalmen anschauen, dann finden wir dort sogar noch mehr Klage- und Trauertexte als frohe Lieder und Gedichte. Erinnert ihr euch noch an die Bibelstelle, die ich von den Psalmen zitiert habe? Dieser Psalm fängt mit einer Klage an und nicht mit Freude:

„Wie lange noch, HERR, willst du mich vergessen? Etwa für immer? Wie lange noch willst du dich vor mir verbergen? Wie lange noch muss ich unter tiefer Traurigkeit leiden[2] und den ganzen Tag Kummer in meinem Herzen tragen? Wie lange noch darf mein Feind auf mich herabsehen?“ (Psalm 13,2-3 NGÜ)

Gott möchte nicht das wir uns eine Maske anziehen und so tun als ob es uns immer Top geht. Wir sollen so wie König David in diesem Psalm ehrlich vor Gott sein. Doch von welcher Freude spricht dann die Bibel, wenn sie nicht auf die Umstände und Situationen ankommt?

Die Freude, die beschrieben wird, ist schlicht einfach nicht von dieser Welt. Es ist keine Freude, die du hier auf der Erde bekommen kannst, sondern es ist etwas, was uns nur Gott schenken kann. Es ist der Blick über den Tellerrand, ein Blick über all die schlechten Dinge, die auf der Welt und den Menschen widerfahren. Es ist der Blick auf das, was uns Gott versprochen hat, wenn wir standhaft und treu bleiben:

„Er wird alle ihre Tränen abwischen. Es wird keinen Tod mehr geben, kein Leid und keine Schmerzen, und es werden keine Angstschreie mehr zu hören sein. Denn was früher war, ist vergangen.“ (Offenbarung 21,4 NGÜ)

Viele fragen sich jetzt vielleicht: Das ist schön und gut, dass irgendwann alles ein Ende haben wird. Aber wäre das nicht irgendwie sich selbst anlügen, weil die gute Zeit noch nicht eingetroffen ist? Viele würden auch sagen: Ist das nicht delusional?

Die Antwort ist wieder: Nein. Wir glauben doch daran das das Wort Gottes Fleisch geworden und auf diese Welt gekommen ist. Die Rede ist von Jesus. Und er selber sagt:

„Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.[…]“ (Johannes 14,6 NLB)

Es ist keine Ablenkung oder ein sich die Zukunft schön machen an das wir glauben, sondern die pure Wahrheit.

Diese Freude lehrt uns nicht nur, in schwierigen Zeiten zuversichtlich zu bleiben, sondern auch, die Dinge wertzuschätzen, die wir dann leider vergessen, weil unser Fokus nur auf den Problemen gerichtet ist. Richte den Blick über den Tellerrand hinaus.

Ich möchte euch echt dazu ermutigen, den Blick auf das zu richten, was Gott dir persönlich versprochen hat. Habe Freude im Leben, auch wenn es schwer ist und die Umstände nicht ideal aussehen. Lass dein Leben nicht von den Dingen bestimmen, die jetzt in deinem Leben passieren, sondern von dem, was Gott über dich sagt. Es ist keine Sache, die von alleine kommen kann: Es ist deine Entscheidung, im Selbstmitleid zu bleiben und dich über die Umstände zu beschweren oder aufzustehen und weiterzumachen. Freude im Leben zu haben ist eine Entscheidung.

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ÜBER MICH

Hey, ich bin Dave, 19 Jahre alt und der Autor meines Blogs „shownwisdom“. In meiner Freizeit bin ich gerne unterwegs, verbringe Zeit mit meinen Freunden und versuche immer ähnlicher wie Jesus zu werden.

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